eigentlich müsste dieser Eintrag "Länger geht’s" heißen, wobei, "Weiter geht’s" trifft die Sache auch. Aber dazu später mehr.
Ich bin gestern Abend aus den Tiefen der freundschaftlichen Sumpfes in Düsseldorf wieder aufgetaucht. Das war natürlich mal wieder alles nicht gesund: Zu viel Bier, zu viel Erkältung. Von allem zu viel, nur nicht von Gesundheit. Aber meine Jungs und ich hatten uns ewig nicht gesehen, und irgendwie musste ein Treffen mit allem Drum und Dran nun mal sein. Punktum.
Gestern Abend hat mich Thomas vom Flieger abgeholt und wir haben später noch bis nach Mitternacht im Wohnzimmer mit Anna zusammen gesessen und geratscht. Über was? Na, zum Beispiel darüber, dass Thomas in den letzten beiden Tagen "rattenfaul" war, wie er selbst sagt. Vor allem aber haben wir über Annas gestriges Progamm gesprochen. Das Thomas sich mit 2:41-Stunden vor einigen Tagen den "Längsten Lauf" geschnappt hatte, konnte sie anscheinend nicht verwinden. Pling, schon war das Kämpferherz auf Empfang.
Anna, ganz klar, Frau des gestrigen Tages.
Nicht verheimlichen wollen wir Martins Zwei-Stundenlauf vom Freitag (da war ich schon auf dem Weg ins Rheinland). Hier seine kurze SMS:
"Hallo Ihr Lieben, ja genau, heute ist Freitag: mein Langer-Lauf-Tag. In 2:02 Stunden habe ich 24 Kilometer geschafft. War jedoch harte Arbeit und lief nicht rund. Egal. Jetzt bergeweise Kuchen, und Seen von heißem Kakao – das lässt die Strapazen schnell vergessen. Viele Grüße und auf Bald, Martin"
Im Laufe des Tages wird der Bursche im übrigen wieder aus Heidelberg zurück hier in Hamburg sein. Wir freuen uns schon alle, wollen wir doch morgen zusammen aufs Neue Jahr anstoßen.
Zeitsprung (das geht heute aber auch wieder hin und her). Heute Morgen waren Anna, Thomas und ich im Schwimmbad. Bei unserer Lady lief es gar nicht gut. Wollen wir mal nicht hoffen, dass ich sie angesteckt habe.
Ich habe mich dann hauptsächlich um Thomas gekümmert. (Mensch, hat der Junge an Figur gewonnen! Alle Achtung.) Wir haben einiges an Tempoarbeit gemacht und einige grobe technische Fehler erkannt und besprochen. Da hat er die nächsten Wochen genug mit zu tun. Die langen Strecken sind jetzt zumindest erstmal aus seinem Programm verband. Kurze Intervalle kommen jetzt an die Reihe, denn sonst wird er nicht schneller. Sein Niveau bewegt sich derzeit über 100 Meter zwischen 1:44 Minuten (beim Ersten) bis 1:57 Minuten beim Fünften – das muss schneller gehen. Wir arbeiten dran. Besser gesagt Thomas arbeitet daran.
Und nun möchte ich alle lustigen Gedanken einmal kurz aus diesem Blog verbannen, und bitte alle Leser um einen Augenblick der Besinnung.
Soeben bekam ich einen Anruf von Verwandten von Stefan Kuhlmay. Stefan war einer der 17 Sportler, die ich in meinem Buch porträtiert hatte. Ein Sportler mit großem Herz und viel Lebensfreude, der sich, um seinen Traum von Ironman Hawaii zu erfüllen, 2003 einen Startplatz von der World Triathlon Corporation ersteigerte, und damit zusätzlich karitative Zwecke unterstützte.
Stefan Kuhlmay ist Ende November im Alter von knapp 50 Jahren in seiner Wahlheimat Thailand an Herzversagen verstorben. Ich weiß noch nicht genau, warum es zu diesem viel zu frühen und tragischen Ableben kam. Es ist jedoch möglich, dass er einen Infekt verschleppt hat, der dann auf sein Herz übergegangen ist.

So wird er mir Stefan in Erinnerung bleiben, – bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Radfahren beim Ironman Hawaii
Auch wenn ich nicht eng befreundet mit Stefan war, so saß ich doch eben recht ratlos hier am Schreibtisch. Er war ein toller Sportsmann, mit dem Herz am rechten Fleck.
Aus seinem tragischen Tod kann ich nur einen Schluss ziehen: Leute, lasst Euch oft genug ärztlich untersuchen. Und trainiert nicht wie wild weiter, wenn Ihr eine Erkältung habt. Bitte nicht!
Danke, dass Ihr auch diese ruhige Minute des Blogs verfolgt habt.
Euer mathias











